Der Forderungskatalog der IG subKultur

Amtsblattartikel vom 24.2.2017
Der Forderungskatalog der IG subKultur

Die JPG-Fraktion freut sich sehr über das Interesse, mit dem der erste Kongress der Interessengemeinschaft subKultur aufgenommen wurde, und bedankt sich bei allen AkteurInnen für ihr außerordentliches Engagement. Im Rahmen dieses Kongresses haben Freiburger Kulturschaffende einen Forderungskatalog erarbeitet, den die JPG-Fraktion voll unterstützt.
Zentral ist die Forderung nach der Schaffung der Stelle eines/einer Popbeauftragten.
Im Konkreten soll diese Stelle mit folgenden Aufgaben betraut werden: Den Dialog zwischen Stadtverwaltung und Kulturschaffenden institutionalisieren, Hilfe bei der Bewältigung bürokratischer Hürden bieten, zusätzliche Fördermittel aus Land, Bund und EU abrufen, Beratung und Unterstützung bei der Beantragung existierender Fördergelder anbieten, sowie dem Bereich entsprechende kommunale Fördertöpfe verwalten. Der/Die Popbeauftragte soll eine allgemeine Anlaufstelle für die Club- Pop- und Subkultur darstellen. Ferner soll die zu schaffende Stelle aktive Raumakquise für Veranstaltungen, Proberäume, Ateliers und Studios leisten und spartenübergreifende Netzwerke und Synergieeffekte schaffen. Die zu schaffende Stelle soll zudem über eigene, aufgestockte Fördertöpfe verfügen.
Darüber hinaus muss sich der Gemeinderat aber auch auf einen kulturpolitischen Diskurs einlassen und ein höheres Maß an Nachvollziehbarkeit über die Handlungen von Gemeinderat und Behörden in den entsprechenden Bereichen gewährleisten.
Zentrale Themen hierbei sind die kritische Auseinandersetzung und Reflexion des vorherrschenden Kulturverständnisses, dem daraus resultierenden Stellenwert und der Förderwürdigkeit verschiedener kultureller Sparten.
Eine unabhängige, kreative Szene ist ebenso essentiell für das kulturelle Leben einer Stadt, wie Museen, Theater und Orchester. Die IG subKultur vertritt die Interessen von Kulturschaffenden und Gästen und sieht sich dabei nicht in Konkurrenz zu bestehenden kulturellen Einrichtungen und Strukturen. Um die kulturelle Vielfalt zu gewährleisten, steht auch die Schaffung eines Kultur-Komplexes mit Proberäumen, sowie die Erhaltung und Förderung bestehender Kulturstätten ebenso auf der Tagesordnung, wie die Abschaffung des Gaststättenkontrolldienstes, ein kostenfreier Zugang zum Kleinwerbenetz für Kulturschaffende, sowie die Schaffung zusätzlicher Werbeflächen und die Abschaffung der Sperrstunde.