Auslastung von Schulsportanlagen

Antwortschreiben der Verwaltung vom 26.05.2017
Auslastung von Schulsportanlagen

Sehr geehrte Frau Stadträtin,
sehr geehrter Herr Stadtrat,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 31.03.2017, die Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon mit der Bitte um Beantwortung an mich weiter geleitet hat. Zu Ihren Fragen kann ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:

1. Wie hoch ist die Auslastung der Schulsportanlagen durch Dritte?
Die Auslastung der überdachten Schulsportstätten ist abhängig von der Hallengröße. Während die großen 3-und 2-teiligen Sporthallen während des üblichen Trainings- und Spielbetriebs voll bzw. nahezu voll ausgelastet sind, gibt es bei den Einzel- und Gymnastikhallen freie Zeitfenster. Dies insbesondere in weniger attraktiven Zeiten am Wochenende oder in den Schulferien.

Bei den Freisportanlagen werden lediglich das Seeparkstadion, die Sportanlage der Staudinger-Schulen und die Sportanlage des Kepler-Gymnasiums vermietet. Alle Anlagen sind in den belegbaren Zeitfenstern voll ausgelastet.

2. Welche Gruppierungen nutzen diese Einrichtungen?
Bei der Überlassung der Schulsportanlagen werden anerkannte Freiburger Sportvereine vorrangig berücksichtigt. Die Volkshochschule, das Jugendbildungswerk und weitere gemeinnützige Vereine aus dem bürgerschaftlichen, sozialen und sportlichen Bereich nutzen die Hallen ebenfalls für ihr sportliches Angebot. Sind freie Zeitfenster vorhanden werden die Hallen auch Betriebssportgruppen oder privat organisierten Sportgruppen oder Sportangeboten zur Verfügung gestellt. 

3. Wie und durch wen wird die Vergabe der Räumlichkeiten an Dritte organisiert?
Für die außerschulische Nutzung der Schulsportanlagen ist grundsätzlich das Gebäudemanagement zuständig, für Sportanlagen in den Ortsteilen die Ortsverwaltungen. Die Überlassung erfolgt auf der Grundlage der städtischen Überlassungsrichtlinien durch den Abschluss eines Mietvertrages.

4. Wie bewertet die Stadtverwaltung die Möglichkeit der Einführung eines Chipkartensystems zur Vergabe von Schulsportanlagen an Dritte nach Unterrichtsende?
Die elektronischen Schließanlagen werden seit einigen Jahren flächendeckend für alle Sporthallen eingeführt, sodass zum heutigen Zeitpunkt alle überdachten Sportstätten mit Chip nutzbar sind. Diese ermöglichen den Zugang zu den gebuchten Hallen und Zeiten unabhängig von der Anwesenheit von Hausmeistern. Bei den Freisportanlagen erfolgt der Zutritt weiterhin über Schlüssel.

5. Wie verhält es sich im Falle einer Nutzung durch Dritte um die Aufsichtspflicht von Minderjährigen?
Die Mieter der Schulsportanlagen werden vertraglich verpflichtet, jede Übungsgruppe durch einen Verantwortlichen betreuen zu lassen. Eine Nutzung durch Minderjährige ohne Aufsichtsperson ist nicht gestattet.

6. Wie ausgelastet sind die Schulsportplätze und Schulsporthallen im regulären Unterrichtsbetrieb? Welche Einrichtungen haben hier ggf. Engpässe? Bitte aufgegliedert nach den Schulen.
Bislang sind die Schulsportanlagen grundsätzlich bis 18:00 Uhr für den Schulbetrieb reserviert, soweit die Schulleitung nicht einzelne Zeitfenster vor 18:00 Uhr freigegeben hat. Im Gegenzug konnten die Schulen bei schulischem Bedarf zusätzliche Zeitfenster nach 18:00 Uhr belegen. Die Hallenbesuche von Herrn Altstadtrat Staschull, initiiert zur Interessenvermittlung zwischen Sportvereinen und schulischen Belangen, hatten gezeigt, dass die schulische Nutzung nach 17:00 Uhr nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Aus diesem Grund soll ab kommendem
Schuljahr die Vereinsnutzung grundsätzlich bereits ab 17:00 Uhr möglich sein, soweit kein lehrplanmäßiger Unterricht, schulbegleitende Bildungs- und Sportprojekte etc. vorrangig zu berücksichtigen sind.

Ich hoffe, dass diese Informationen für Sie hilfreich sind. Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Gebäudemanagement gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Prof Dr. Haag
Bürgermeister