Neuem nicht mit Furcht entgegenblicken!

Simons Rede zum städtebaulichen Rahmenkonzept "Stadtteil Mooswald" im Gemeinderat vom 11.07.2017
Neuem nicht mit Furcht entgegenblicken!

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Salomon und Herr Baubürgermeister Haag,

 

zuerst möchte ich der Verwaltung unseren Dank für die umfassende Vorlage aussprechen. Wir haben gelesen und auch schon mehrfach vernommen, dass sich im Stadtteil Mooswald einiges bewegt. Die verschiedenen Bau- und Umstrukturierungsvorhaben, seien es die Flächen der ProWo Mooswald West - bei welcher hunderte neuer Wohnungen entstehen - oder die Maßnahmen der Stadtbau an der Elsässer Straße Nordwest, der Stadtteilmitte und der Elsässer Straße Südost, bei welcher ebenfalls neuer Wohnraum geschaffen wird. Das alles finden wir wunderbar. Auch freut es uns zu hören, dass das Studierendenwerk die Möglichkeit prüft, im Stadtteil ein Studentenwohnheim zu bauen, denn wir sind der Überzeugung, dass junge StudentInnen den sich entwickelnden Ortskern, die Eslässerstraße mit ihren gemütlichen Kneipen und Imbissläden, sicher noch weiter beleben werden.

Der Stadtteil hat Potential für eine urbane Stadtentwicklung. Die Nähe zum Seepark als urbane Naherholung auf der einen Seite, auf der anderen Seite wird das neue Stadion errichtet, eine Stätte der urbanen Bespaßung. Was kann man sich mehr wünschen für einen Stadtteil, einer sich langsam zu einer Großstadt entwickelnden Provinzstadt.

Mit den kommenden Bauprojekten leistet der Stadtteil einen guten Beitrag, den hohen Bedarf an neuen Wohnungen etwas zu dämpfen und so das dringendste soziale Problem unsere Stadt etwas zu entschärfen.

Natürlich bedeuten die Prozesse, dass sich für die jetzigen BewohnerInnen etwas ändert. Nicht nur baulich, sondern auch im sozialen Gefüge, in der Nachbarschaft und im Lebensgefühl. Das heißt, man muss sich umstellen und seine Lebensgewohnheiten ändern. Wir wissen, dass bei solchen Prozessen Konflikte unvermeidbar sind, aber - so weiß es selbst David Schnarch, Sexualpsychologe aus der Bildzeitung - Streit belebt die Beziehung! Wo nicht gestritten wird herrscht meist Gefühlskälte und Langeweile - und wer will schon Langeweile in seinem Stadtteil haben? Es würde mich freuen, wenn die MooswälderInnen diesem Neuen also nicht mit Furcht entgegenblicken, sondern mit Spannung, denn Veränderungen sind aufregend und belebend. Wir werden die kommenden Veränderungen kritisch begleiten und sind immer offen für Anliegen aus dem Viertel.

Die JPG-Fraktion wird der Vorlage zustimmen. Die Mehrfachbeauftragung ergibt Sinn, wenn sich eine so große Anzahl an baulichen Veränderungen auf einem begrenzten Raum ankündigt, ist es unabdingbar, dass diese im großen Ganzen gesehen und miteinander verbunden werden.

Anmerkung: Da Simon beruflich verhindert war, wurde die Rede von Lukas vorgetragen.