Frei.Wild Konzert am 28.04.2018 in der SICK-Arena

Anfrage an die Verwaltung
Frei.Wild Konzert am 28.04.2018 in der SICK-Arena

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Dallmann,

am Samstag, den 28.04.2018 gibt die Rockband Frei.Wild ein Konzert in der SICK-Arena. Diese gilt als hochgradig umstrittene Musikgruppe. Man wirft Frei.Wild eine Nähe zum rechten Spektrum vor. In ihren Texten seien u.a. nationalistische, völkische und antisemitische Motive zu erkennen. Die Biografien einzelner Bandmitglieder bestärken diesen Eindruck. So war der Sänger der Gruppe, Philipp Burger, zuvor Frontmann und treibende Kraft der Rechtsrockband „Kaiserjäger“.
Die Band selbst hat öffentlich wiederholt erklärt, keine „Nazis“ zu sein. Jedoch gelten diese Aussagen vielen als „zähneknirschend“, unzureichend und unglaubwürdig. Frei.Wild habe sich demnach immer nur so weit vom rechten Spektrum distanziert, wie es opportun erschien. Die Konzerte ziehen weiterhin Personen aus u.a. dem identitären, völkischen und rechtsextremen Spektrum an. Die Band gilt gemeinhin als „rechtsoffen“.
2013 kam es bei der Echoverleihung zum Eklat, als diverse KünstlerInnen mit Boykott der Veranstaltung drohten, sollten Frei.Wild dort ebenfalls eine Plattform erhalten. Daraufhin zogen die Verantwortlichen die Nominierung für die Band zurück.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie schätzen Stadtverwaltung und FWTM die Kontroversen um die Band "Frei.Wild" ein?
2. Welche Vergabekriterien entscheiden darüber, welche KünstlerInnen oder Personen in der Messe auftreten?
2. a.) Wie werden diese Kriterien überprüft?
3. Welche Möglichkeiten hat die FWTM, einen nicht erwünschten Auftritt zu unterbinden?
4. Wie bewertet die Stadtverwaltung die Sicherheitslage für das geplante Konzert?

Für eine zeitnahe Bearbeitung der Anfrage sind wir Ihnen zu Dank verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Lukas Mörchen // Fraktionsvorsitzender
Monika Stein // stellv. Fraktionsvorsitzende
Sergio Schmidt // Stadtrat
Simon Waldenspuhl // Stadtrat