Endlich sind die Perspektiven für die Quartiersarbeit klar

Monikas Rede zur Neuausrichtung der Quartiersarbeit in Freiburg im Gemeinderat vom 10.07.2018
Endlich sind die Perspektiven für die Quartiersarbeit klar

Herr Oberbürgermeister,

meine Damen und Herren,

ich bin Renate Buchen und Irene Vogel dankbar, dass sie die Geschichte dieser Vorlage und dieser Debatte noch einmal klar haben Revue passieren lassen.

Denn wer sich diese Vorlage anschaut, wird sich vielleicht ungläubig die Augen reiben, wenn er oder sie sich an unsere Diskussionen zu diesem Punkt in den vergangenen Jahren erinnert. Sind doch die Fetzen ohne Ende geflogen, weil ursprünglich eine Umgestaltung in diesem Bereich geplant war, die bei Betroffenen und sozialpolitisch Interessierten die Angst vor einem Ende der Quartiersarbeit in Freiburg wachsen ließ.

Kurz gefasst: wir sind endlich auf einem konstruktiven Weg. Die Glättung der zwischenzeitlich hochschlagenden Wellen ist größtenteils gelungen – auch wenn die europaweite Ausschreibung der Quartiersarbeit noch einmal ein ungutes Gefühl hinterlässt. Wir kommen aber nicht drumrum, deswegen müssen wir uns diesem Punkt auch nicht lange widmen, auch wenn wir dies nicht begeistert zur Kenntnis nehmen.

Jetzt sind die Perspektiven für die Quartiersarbeit endlich klar.

Wir wissen, in welchen Stadtteilen wie viel Quartiersarbeit notwendig ist und, dass alle Stadtteile, die bisher Quartiersarbeit haben, diese auch behalten können. Wir wissen, welche Stadtteile noch auf der Warteliste stehen und darauf hoffen, dass wir uns bei den anstehenden Haushaltsberatungen diesem Punkt mit ebenso viel Herzblut und dann auch Euro widmen, wie wir uns diesen langen Diskussionen um die Quartiersarbeit gewidmet haben.

Wir wissen nämlich auch, dass wir uns den fachlichen Empfehlungen aus dem Gutachten von Professor Becker nicht anschließen – ich möchte daran erinnern, dass er fachlich empfohlen hat, in allen Stadtteilen Quartiersarbeit einzurichten, um sowohl Unterstützung aber auch Empowernment der Menschen und der Stadtteile zu ermöglichen.

Dass wir dort wohl nicht ankommen werden, ist schmerzlich, aber ist auch realpolitisch verständlich. Dass es fachlich geraten ist, sollte uns aber stets Mahnung sein.

Jetzt freuen wir uns aber erst mal über einen ersten Kompromiss, den wir im kommenden Haushalt unbedingt nachbessern müssen, damit mehr Stadtteile endlich in den Genuss der dringend notwendigen Quartiersarbeit kommen können. Und ich danke allen, die sich konstruktiv in den langen Prozess eingebracht haben. Den Mitarbeitenden der Quartiersarbeit danke ich an dieser Stelle aber ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit