Wir müssen zur ursprünglichen Idee zurück

Sergio Schmidts Rede zur Mietspiegelfortschreibung im Freiburger Gemeinderat vom 13.11.2018
Wir müssen zur ursprünglichen Idee zurück

Liebe Anwesende,

Ich halte nun meine dritte Rede zum Mietspiegel in meiner Amtsperiode. Meine Kritik ist nach wie vor die gleiche, Sie können Sie gerne ausführlich auf unserer Website nachlesen. Heute beschränke ich mich auf das Wichtigste.

Dadurch, dass nur Mieten, welche in den vier Jahren verändert wurden, in den Mietspiegel einfließen - und auch da nur bestimmte Wohnformen - liegt der Mietspiegel weit über dem tatsächlichen Mietdurchschnitt in Freiburg.

Dieser Mietspiegel wird dann von Vermieter*innen als Begründung genutzt, um die Miete weiter zu erhöhen. Der Mietspiegel mag zwar vor explosiven Spekulationen schützen, aber er sorgt in seiner jetzigen Verfassung für eine stetige Erhöhung der ohnehin schon astronomischen Mieten in Freiburg. Um das aufzuhalten, müsste ein statistisch korrekter median aller Freiburger Mietverhältnisse erhoben werden.

Alternativ halten wir auch den Vorschlag des Kollegen Moos für ein spannendes Mittel, um auf den Mietspiegel Einfluss zu nehmen. Damit die Mieten in Freiburg nicht weiter steigen, forderte er, nicht nur den Mietstop der Stadtbau auszuweiten, sondern diese Mieten um den Betrag von einem Cent zu senken. Eine solche Maßnahme würde zusammen mit einer Reformierung des Mietspiegels dazu beitragen, dass aus diesem Instrument das werden kann, was ursprünglich die Idee war: Ein Instrument, um Spekulation mit Mieten einzudämmen und dafür zu sorgen, dass Mieten in Freiburg wieder bezahlbar werden!

Vielen Dank,

Redebeitrag von Sergio Schmidt, JPG-Stadtrat, gehalten im Freiburger Gemeinderat zu Tagesordnungspunkt (TOP) 8: “Mietspiegelfortschreibung 2019”, am Dienstag, den 21.11.2018.