Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderungen ist noch ein weiter Weg

Monika Steins Rede zum Bericht über Angebote, Hilfen und die Barrierefreiheit in der Stadtverwaltung für Menschen mit Hörbehinderungen oder Gehörlosigkeit im Gemeinderat vom 11.12.2018
Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderungen ist noch ein weiter Weg

Herr Oberbürgermeister,

liebe Anwesende,

Menschen mit Hörbehinderungen oder Gehörlosigkeit die Teilhabe am öffentlichen Leben in Freiburg zu ermöglichen, sollte für uns alle eine Selbstverständlichkeit darstellen.

In dieser Vorlage finden wir alle Maßnahmen, die die Stadtverwaltung ergreift oder unterstützt, um dies zu tun. Wir von der JPG-Fraktion sind froh, dass die Stadtverwaltung zu vielen städtischen Veranstaltungen seit längerer Zeit Gebärdendolmetscher*innen hinzuzieht.
Es ist gut, dass die Stadtverwaltung sensibilisiert ist, was die Bedürfnisse der Menschen mit Hörbehinderungen betrifft.

Dass es bei der Barrierefreiheit für diese Menschen noch ein weiter Weg ist, wie es aber auch bei der Barrierefreiheit insgesamt in Freiburg ist, ist oft schwer auszuhalten. Ich stimme Herrn Kotterer nämlich nicht zu, dass die Barrierefreiheit in anderen Bereichen der Behinderungen schon weit ist. Die Barrierefreiheit ist absolut notwendig – bei allen Bereichen der Beeinträchtigungen!

Wir werden sicherlich bei weiteren Bauvorhaben weiterhin darauf achten, dass die Bedürfnisse der Menschen mit Hörbehinderungen und Gehörlosigkeit mitgeplant werden – und wie wir in der Sitzung des letzten Ausschusses für Schulen und Weiterbildung mitbekommen haben, werden wir dies im Bereich der Schulen noch sehr dringend tun müssen, weil wir dort mit der Barrierefreiheit noch einen sehr, sehr weiten Weg vor uns haben und noch ganz schön am Anfang stehen.

Ich kann mich meinen Vorredner*innen nur anschließen – ich freue mich auch, dass heute so viele Menschen mit Hörbehinderungen anwesend sind und dass wir Gebärdendolmetscherinnen hier haben.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass wir dies bei allen Gemeinderatssitzungen und allen Bürger*innenanhörungen ohne jede Nachfrage machen - und nicht nur bei einem Tagesordnungspunkt wie diesem, der sich explizit mit Menschen mit Hörbehinderungen und Gehörlosigkeit beschäftigt. Dies wäre der erste Schritt Richtung Normalität nach dieser Sitzung.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit