Luftschadstoffe machen v.a. Kinder und ältere Menschen krank!

Unser Amtsblattartikel vom 21.12.2018
Luftschadstoffe machen v.a. Kinder und ältere Menschen krank!

Der Luftreinhalteplan ist ein Instrument, allen Menschen in Freiburg ein möglichst unbeschadetes Leben zu ermöglichen. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Kinder und ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen nicht durch Luftschadstoffe, deren absolut größter Teil bekanntlich von motorisiertem Verkehr verursacht wird, krank gemacht werden. Unser Auftrag ist es nicht, die Spielwiese für eine Autoindustrie zu erhalten. Bei allen Maßnahmen, die wir ergreifen, müssen wir bedenken, dass Diesel-Fahrverbote zwar für die Luft der richtige Weg sind, aber bei PKWs häufig die Menschen treffen, die sich keine schicken neuen Autos leisten können. Daher müssen wir unbedingt parallel zu den potentiellen Fahrverboten die Möglichkeiten verbessern, sich ohne PKW innerhalb Freiburgs und seiner Ortsteile zu bewegen. Dazu gehört sicherlich ein deutlich erweitertes Angebot an Park and Ride-Möglichkeiten an den Stadtgrenzen bzw. den Endhaltestellen. Dazu gehört langfristig auch eine kostenfreie Möglichkeit, den ÖPNV zu benutzen. Dazu gehört ganz sicher auch, den Radverkehr sicherer durch die Stadt zu bringen. Dafür brauchen wir breitere Radwege als wir sie größtenteils bisher haben und deutlich mehr Radabstellplätze.

Diese Maßnahmen finden sich nur zum Teil in der Fortschreibung des Luftreinhalteplans, gehören für uns aber unbedingt dazu. Dafür bewerten wir die bisherigen Vorschläge der Stadtverwaltung positiv.

Ein ganztägiges Tempolimit auf 30 km/h auf der B31 ist ein Segen für die Anwohner*innen. Hier überschneiden sich positive Effekte für die Luft und gegen Lärm, so dass wir froh über die Win-win-Situation sind.

Optimierungen der Ampelschaltungen sind absolut sinnvoll – und ein Beweis, dass es beim Luftreinhalteplan nicht nur um Gängelung und Nerven der Autofahrer*innen geht, wie manche vermuten.

Umweltsensitive Verkehrssteuerung und Drosselung des Verkehrs auf der B31 sind richtig. So bleiben Staus und Abgase zum Teil außerhalb der besonders belasteten Bereiche.

Das RP wollen wir explizit auffordern die B31 in die Umweltzone aufzunehmen. Die Umlandgemeinden vor Ausweichverkehr zu schützen kann durch LKW-Durchfahrtsverbote und durch Tempolimits auch erreicht werden. Es kann nicht sein, dass entweder die Menschen im Umland oder die Menschen in Freiburg vor Schadstoffbelastung durch motorisierten Verkehr geschützt werden, es muss beides gleichzeitig machbar sein.