Wir müssen der Ausgrenzung entgegentreten

Monikas Rede zur Situation intersexueller Menschen in Freiburg im Gemeinderat vom 21.05.2019
Foto von Monika Stein

Herr Oberbürgermeister,

liebe Anwesende,

lassen Sie mich sehr kurz etwas zur Situation intersexueller Menschen in Freiburg sagen.

Es wurde schon auf die Veranstaltung 100% Mensch hingewiesen, für deren Durchführung ich ausdrücklich auch unserer Gender-Diversity-Beauftragten Frau Sever danken möchte.

Dass in den Kitas, bei den frühen Hilfen und in den Schulen schon so sensibilisierte Arbeit geleistet werden kann, verdanken wir engagierten Gruppen in Freiburg wie Pro Familia, dem FMGZ, Wildwasser, Wendepunkt, Tritta und ganz besonders auch FLUSS!

Wir leben in Zeiten, in denen Menschen, die nicht Vorstellunge der Zweigeschlechtlichkeit und die alten Rollenbilder bedienen, immer stärker unter Druck geraten und der Ausgrenzung durch erzkonservative oder rechtspopulistische Gruppierungen ausgesetzt sind. Von daher ist es gut und richtig, dass wir hier über die Situation der intersexuellen Menschen diskutieren – es geht aber, wie Herr Krögner bereits angesprochen hat, auch um die Vielfalt in unserer Gesellschaft – und darum, dass wir in einer offenen Gesellschaft leben wollen, in der LSBTTIQ-Menschen frei und ungefährdet leben können. Dass dies leider nicht selbstverständlich ist, dafür stehen manche politischen Kräfte, denen wir energisch entgegen treten müssen – auch in Zukunft.
Um Menschen, die LSBTTIQ sind, freie Entfaltung gewähren zu können, sollten wir auch dringend die Situation der Toiletten bedenken und besprechen – Unisex macht es manchen Menschen, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren können oder von anderen nicht eindeutig so identifiziert werden, möglich, entspannt im öffentlichen Raum unterwegs zu sein. Frau Vogel hatte es ja schon angesprochen.

Wir haben noch viel zu tun – und lassen Sie uns wachsam sein und stark den Ausgrenzenden entgegentreten – jetzt und in Zukunft!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.