Kommunaler Ordnungsdienst Freiburg (2014-2014)

Lieber KOD, zu jung wurdest du uns entrissen. Wir haben dich nur kurz gekannt und doch wirst du auf ewig einen Platz in unseren Herzen haben. Tapfer bist du angetreten um eine Schlacht zu schlagen, die von Anfang an verloren war und trotzdem bist du konsequent deinen Weg  gegangen, auch als es deinen eigenen Untergang bedeutete. Den ungezügelten Spaß, das unbeschwerte Zusammensein, einen Ort, an dem jeder teilhaben kann, also all das, was das Leben in einer Stadt bis zur Unerträglichkeit erschwert, wolltest du überwinden. Endlich sollten Besitzer von Ferienwohnungen nicht mehr unter dem Pöbel leiden, der zu ihren Füßen nur in Urlauten kommuniziert, weil er es nicht anders kennt. Du hast verstanden, dass die Bedürfnisse der Einen nur auf Kosten der Bedürfnisse der Anderen befriedigt werden können und ein  gesellschaftlicher Konsens dem im Wege steht. In Zeiten, in denen gerade in der Politik niemand mehr eine eindeutige Haltung vertritt und der Bürger klare Bekenntnisse schmerzlich vermisst, hattest du die Stärke eine Seite zu wählen. Endlich sollten all die Witwen und Waisen aus der Stadt getrieben werden, auf dass unschuldige Touristen nicht mehr von ihnen belästigt würden. Doch wie immer triumphierten letztendlich die allmächtigen Massen über die entrechteten Grundbesitzer. Deine Bereitschaft in diesem Kampf auch das höchste Opfer zu bringen werden wir jedoch niemals vergessen.