KiTa-Plätze müssen bezahlbar sein!

Diese Woche hat der Gemeinderat über eine Erhöhung der Elternbeiträge in Kindertageseinrichtungen abgestimmt.
KiTa-Plätze müssen bezahlbar sein!

Um dieses wichtige Thema besser bewerten zu können, hat die JPG-Fraktion bereits im Mai, als Resultat eines Gesprächs mit dem Gesamtelternbeirat der Kindertagesstätten, eine Anfrage zur Situation der Freiburger KiTas gestellt. Diese wurde, nach erneuter Aufforderung, sieben Wochen später zwar beantwortet, jedoch wurden manche Fragen gänzlich ignoriert und andere nicht ausreichend beantwortet.

Wieso liegen der Verwaltung beispielsweise keine Daten zu den unplanmäßigen Schließtagen von Gruppen vergangenen fünf Jahren vor? Wenn scheinbar keine Informationen zu den Elternbeiträgen in den Umlandgemeinden verfügbar sind, warum erkundigt die Verwaltung sich dann nicht um einen Vergleich zu ermöglichen?

Die tatsächlich gegebenen Antworten sind oft unpräzise oder uninformativ. Deshalb haben wir den Gemeinderat um eine Vertagung des betroffenen TOPs gebeten, bis die bestehenden Unklarheiten aus dem Weg geräumt sind und wir die benötigen Informationen haben um eine Entscheidung treffen zu können, die diesem Thema auch gerecht wird.

Grundsätzlich halten wie eine Erhöhung der Bemessungsgrenzen für die Beitragsermäßigung für nötig. Es ist uns wichtig, dass alle Familien die Möglichkeit haben, ihr Kind in guten Händen zu wissen. Ebenso, wie es jedem Kind möglich sein sollte in die Schule zu gehen, sollte auch jedes Kind die Chance haben, in einem sicheren Umfeld groß zu werden und schon früh mit anderen Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen. Dies ist nicht nur für die Kinder wichtig, sondern insbesondere auch für junge Eltern, für die es eine große Entlastung sein kann, ihr Kind regelmäßig in einer sicheren und lehrreichen Umgebung zu wissen.

Die stetig steigenden Lebenshaltungskosten in Freiburg erschweren es vielen Eltern, ihrem Kind ohne staatliche Unterstützung einen Platz in einer KiTa zu ermöglichen, ohne dafür andere für das Kind wichtige Faktoren zu vernachlässigen. Außerdem ist es sehr fragwürdig den Eltern diese Zusatzbelastung zuzumuten, solange die Ausfallrate von ErzierherInnen durch Krankheit und mangelnde Krankheitsvertretung derart hoch ist.